Samstag, 12. Dezember 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 7 (Marathon)

Carmen:
"Nur noch 277 Tage.
Nicht mehr viel Zeit. Das Kribbeln im Bauch macht sich schon manchmal bemerkbar."

Schweinehund:
"Noch 277 Tage.
Viel Zeit, um ihr einen Strich durch die Rechnung zu machen."




Montag, 9. November 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 6 (Triathlon)

3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen. Der Iron Man. Ultimativer Höhepunkt für den Triathleten. Wenn nicht auch für jeden Ausdauersportler.
Allein die Vorstellung diese Herausforderung anzunehmen, lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Was muss das für ein erhebendes Gefühl sein zu wissen, dass man diesen Wettkampf bis zum Schluss durchgezogen hat und erfolgreich über die Ziellinie gelaufen ist?
Für mich wird dies immer ein Tagtraum bleiben. Nicht nur, weil ich zu spät mit sportlichen Aktivitäten angefangen habe und in meinem diesigen Leben nie mehr auf so ein hohes Niveau kommen werde. Nein, ein Triathlon, würde für mich eine viel größere Herausforderung bedeuten, als nur gegen meinen miesen körperlichen Zustand ankämpfen zu müssen!
Mal angenommen ich wäre in der physischen Verfassung, einen Iron Man zu bestreiten (sehr unwahrscheinlich), dann würde der wie folgt ablaufen:
Am Start, die erste Panikattacke. Die vielen Menschen tragen nicht unbedingt zum Abbau meiner Klaustrophobie bei.
Startschuss. Ich watschle mit meinen Flossen zum Wasser, da ich es mit meinen 35 Lenzen immer noch nicht geschafft habe richtig Schwimmen zu lernen, ist dieses Hilfsmittel die Alternative zum Schwimmreifen. Dann spucke ich in meine Taucherbrille, und stecke mir den Schnorchel in den Mund , um die Nächste Panikattacke zu vermeiden, die unweigerlich kommen würde, wenn ich in tiefen Gewässer nicht sehen kann was sich unter mir bewegt.
Links neben mir, schwimmt Vicy, rechts Bernhard. Die beiden sind meine persönliche Leibgarde, die jeden anderen Mitstreiter von mir fernhalten, da ich keine Lust habe, einen Tritt von einer Ferse, oder einen Stoß eines Ellbogens ab zu bekommen. Wobei ich nach meinen ganzen Vorbereitungen so und so davon ausgehe, dass ich inzwischen an der letzten Position bin.
Habe ich nun mein "Angstelement" Wasser hinter mir gelassen, trockne ich mich erst mal gründlich ab. Ich würde mich nie mit einer nassen Hose aufs Rad setzen, sonst wird mein Schweinehund noch zum Wolf, also erst mal umziehen.
Da es auf 180 Kilometern viele Möglichkeiten für Stürze gibt, werde ich neben Helm wohl oder übel noch einen Rückenprotektor, Schienbein,- und Ellbogenschützer benutzen.
Zum Schluss bräuchte ich dann nur noch die Marathonstrecke absolvieren. Diese würde ich dann aber natürlich ohne Hilfsmittel bestreiten, und hoffen, dass mich im Ziel niemand mit Flossen, Taucherbrille, Schnorchel, Schienbein,- und Ellbogenschützer in Verbindung bringt.

Also hab ich beschlossen, dass der Iron Man immer ein Traum bleibt. Mein Schweinehund schnurrt zufrieden.

Nichts desto trotz, hab ich einen Traum, der realisierbar wäre.Mein Schweinehund spitzt die Ohren.
Ein Staffelbewerb wäre was Tolles. Mein Schweinehund winselt.
Mit meiner Tochter als Schwimmerin (sie hat keine Angst im Wasser und schwimmt exzellent) meinem Mann als Radfahrer, und mir als Läuferin. Mein Schweinehund wird wieder ruhiger.
Ein ganz besonderes Erlebnis, mit meinen zwei liebsten Menschen. Mein Schweinehund rollt sich zufrieden zusammen und schnurrt wieder. Keine Gefahr, nur ein Familienausflug. Ich tätschle sein Köpfchen.



Nun muss ich nur noch meine Tochter von dieser Idee begeistern und das wird schwieriger als den Schweinehund zu beruhigen.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 5 (Bike Rennen???)

Wie bereits berichtet, wurde ich ja von einem "so genannten" Freund zum Rinner Alm Rennen zwangsbeglückt (MTB-Throphy) .
Ich ringe mit mir, ob ich dieses Rennen zu meinen Zielen dazuzählen soll. Ich bin mir immer noch nicht sicher. Meine 10 Gründe, die gegen das Biken sprechen, werden auch nächstes Jahr im Juni noch vorhanden sein. Außerdem bin ich ein überzeugter Einzelkämpfer. Dieses Rennen müsste ich im Team bestreiten. Ich möchte dass mir Sport Spaß macht. Wird dieser Wettkampf meine Endorphine aktivieren?
Heute werde ich mir mal die Strecke anschauen. Vielleicht hilft mir das bei meiner Entscheidung. Meinen Schweinehund nehme ich mit, um das Für und Wieder abwiegen zu können.



Freitag, 16. Oktober 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 4 (Wild Thing)


SCHMERZEN!!!
Das sind meine Erinnerungen an den 15. Juni 2008. Was war passiert?
Ich hatte Bernhard kurz zuvor zum Geburtstag einen seiner größten Wünsche erfüllt. Ich schenkte ihm meine Zeit, für einen gemeinsamen Wettkampf. Dafür suchte ich mir ausgerechnet den Halltalexpress aus. Ich dachte, dieses wäre das perfekte Rennen für uns beide! Berni konnte das Rennen auf seinem geliebten Bike absolvieren, und ich musste mich nur auf meine Beine verlassen. Was sollte mir auf diesen 5,2 km auch schon passieren? Immerhin war der doppelt so lange Stadtlauf 4 Wochen vorher auch kein Problem gewesen. Hätte ich nur ein klein wenig genauer hingesehen! Bei den ersten Vorzeichen wäre ich dann vielleicht hellhörig geworden! Als unsere Freunde von meinem Vorhaben erfuhren, fragte mich jeder einzelne ob das wirklich mein Ernst seie! Auch Bernhard hatte mich vom ersten Tag an gewarnt. In meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung, schlug ich alle dezenten Hinweise in den Wind. Tja, und dann?
680 Höhenmeter
. Auf 5,2 km! Am steilsten Abschnitt beträgt die Steigung 32%! Das fühlt sich an als würde man gegen eine Wand laufen! Dies bemerkte ich allerdings erst direkt nach dem Start, dafür aber umso eindrucksvoller. Nach nicht einmal 3 Minuten, brannten meine Beine, vom großen Zeh, bis zur Hüfte. Nach 5 Minuten breitete sich das Brennen dann auch noch auf meine Lunge aus. Nach 5 1/2 Minuten dachte ich das erste mal ans aufgeben. Was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. Die Zuschauermassen waren immens, und die vielen Augenpaare, die mich anschauten hinderten meinen erbärmlich heulenden Schweinehund sich durchzusetzen. Dafür durfte er sich danach 2 Wochen lang mit mir auf der Coutch ausruhen, und von den Strapazen erholen, da ich durch eine schmerzhafte Achillissehnenentzündung nicht mal mehr Treppen steigen konnte.

Ich habe daraus gelernt.
1. Berglauf ist eine andere Sportart als normales Laufen.
2. Ab und zu sollte ich auf meinen Ehemann hören.
3. Lese die Ausschreibungen vor den Wettkämpfen genau durch.
4. Überschätze dich nicht.

Irgendwie würde ich trotzdem gerne nochmal starten. Mein Ziel wäre dann aber, den Lauf ein bisschen genießen zu können und anschließend ohne Schmerzen Stufen zu steigen.





...,hat man je einen so roten Kopf gesehen?









Donnerstag, 15. Oktober 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 3 (Stadtlauf)

Der 2. Mai 2010 ist in meinem Kalender rot angestrichen. Der Innsbrucker Stadtlauf wird wahrscheinlich mein erstes Rennen nach meiner Verletzung sein. Diese 10 km sind für mich persönlich etwas ganz besonderes. Es war der erste Wettkampf meines Lebens!
Nach nur 4 Monaten Training, wobei ich im Jänner noch nur ca 1 km am Stück laufen konnte, lief ich dann im Mai, ohne Gehpausen: 51:29. Ergebnisse 2008. Das war der Zeitpunkt als mich der Ehrgeiz packte. Ich musste mich nicht mehr zu jedem Training quälen, sondern hatte plötzlich Spaß daran. Schön wäre es, wenn ich diesmal unter 50 Minuten laufen würde, aber im großen und ganzen, möchte ich dieses Rennen einfach nur genießen.
Dies großartige Ereignis, wird allerdings etwas getrübt. Unsere Tochter Kikki will am 5 km Jedermann/Jederfrau Lauf teilnehmen. Man darf das nicht falsch verstehen, ich freue mich natürlich, dass unser Mädel nach Jahren der Bewegungabstinenz sich wieder mal für Sport interessiert. Auch die Vorstellung mit meiner Tochter gemeinsam am Start zu stehen ist etwas ganz Besonderes. Das Problem ist aber, dass sich Kikki von Bernhard darauf vorbereiten lassen will. Sie ist dermaßen begeistert von den Plänen ihres Vaters als Trainer zu arbeiten, dass sie ihn selbst als "Personal Trainer" engagiert hat. Alle die irgendwann schon einmal mit einer 13jährigen und deren Vater unter einem Dach gelebt haben, wissen, warum ich mir Sorgen mache. Ich finde, es gibt schon genug Reibungspunkte zwischen den beiden und so müssten sie sich nicht auch noch künstlich zusätzliche Probleme schaffen. Die Zwei wissen von meinen Bedenken. Sie haben mir lächelnd versprochen, mich da raus zu halten!
Bin gespannt wie lange es dauert, bis der Erste sich bei mir über den anderen beschwert. Ich rechne in gut 2 Wochen damit!!!
Mein Schweinehund wittert schon die nächste Chance.


Sonntag, 11. Oktober 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 2 (Touren)


Ich bin gerne Frau.
Für Frauen gibt es schöne Kleider.
Frauen können rosa tragen. Frauen haben viele Schuhe und Handtaschen.
Frauen dürfen zicken, ohne dass man ihnen lange böse ist.
Allerdings gibt es auch Nachteile. Frauen frieren schneller. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich in den letzten Jahren nicht mehr Ski gefahren bin. Die Vorstellung, bei 0°C 10 bis 15 Minuten am Ski Lift anstehen zu müssen um dann bereits völlig durchgefroren mit einem Sessellift hoch zu fahren, der dann auch noch Minuten lang über irgend einer Piste stehen bleibt, weil es wieder jemand nicht geschafft hat rechtzeitig ein oder auszusteigen, läßt mich frösteln.
Allerdings kann ich nicht den ganzen Winter durchlaufen, ich muß an meine Gelenke denken.
So habe ich mir heuer vorgenommen, mit es mit Skitouren gehen zu versuchen. Eine wunderschöne Vorstellung, mitten im Winter schwitzen zu können, und aufgrund des an geheizten Körpers sogar noch die Landschaft zu genießen. Natürlich brauche ich dafür noch eine komplette Ausrüstung. Hübsch soll sie sein. Eventuell auch nicht allzu schwer. Das befriedigt dann gleichzeitig auch noch mein weibliches "Einkaufs-Gen". Über die moderne Erfindung des Internets habe ich mich schon ein wenig schlau gemacht. Jetzt stehe ich ein wenig unter Schock. Ich habe mal so über den Daumen hochgerechnet was das kosten wird!!!
Mein Schweinehund grinst mich an, und stellt fest, dass ich um dieses Geld viele Schuhe und Handtaschen kaufen könnte!

Samstag, 10. Oktober 2009

Schweinehundbekämpfungsziele 1 (Partnerzeit)


Mein erster Ziel ist eigentlich die größte Herausforderung.
Ich würde diesen Winter gerne so viel aktive Zeit wie möglich mit meinem Partner verbringen!
Klingt einfach, oder? Nicht wenn man die "Laimi´s" kennt! Für uns gilt es, drei große Hindernisse zu überwinden, bevor wir miteinander umherstreifen können.

  1. Unsere Jobs. Bernhard ist Polizist, ich bin Krankenschwester. Wir arbeiten beide abwechselnd in Tag,-Nacht,-Wochenend,-Feiertags Schichten. Wir haben immer versucht uns unsere Dienste gegengleich planen zu lassen, damit wir für unsere Tochter da sein können. Da kommt es oft vor, dass ich vier Tage lang nach dem Nachtdienst nach Hause komme, und ich von Kikki einen Kuss auf die Wange bekomme, mit den Worten:" Schönen Grüß vom Papa", ohne meinen Ehemann ein einziges mal zu sehen. Nun sind wir ja sehr früh Eltern geworden, und unser Töchterlein ist dem Kleinkindalter schon längst entwachsen. Trotzdem sei allen unseren Freunden, die sich momentan mit Säuglingen, Kleinkindern oder Kinderwünschen auseinandersetzen gesagt, Teenager brauchen mindestens genausoviel Eurer Zeit, wie ein Neugeborenes! Ihr habt noch einen sehr, sehr langen Weg vor Euch!
  2. Unsere verschiedenen Interessen. Beide sportlich? Sollte doch passen! Tja so einfach ist das bei uns aber nicht. Bernhard treibt seit seinem 7. Lebensjahr Sport. Mal als Hobby, mal als Amateur, mal als Profi. Neben seiner Familie hatte er nie andere Interessen. Ich treibe seit meinem 33. Lebensjahr Sport. Vorher machte ich alles andere lieber, als mich körperlich zu ertüchtigen. Nun hat er mir gegenüber einen kleinen unbedeutenden Vorsprung, was die Ausdauer und Kraft seines Körpers betrifft. Dies macht sich dann vor allem bei unseren gemeinsamen Aktivitäten bemerkbar. Während ich mit hoch rotem Kopf nach Luft schnappend meine extremen Schmerzen überspiele, redet er ununterbrochen auf mich ein, und kann sich auch selten irgendwelche Späßchen unterdrücken. Wie soll man da noch Lust auf Sport haben? Mein Schweinehund winselt zum Erbarmen! Gestern ist Bernhard von Budweis zurückgekommen. Er hat dort an einem Quadriathlon teilgenommen. Sie mußten zuerst Radfahren, dann Rudern, dann nochmals Radfahren, und anschließend Laufen. Er hat gewonnen. Schon wieder, wie langweilig. Das nimmt ja völlig die Spannung. Was mich aber sehr freut, ist, dass er mit einem Muskelkater nach Hause kam, da sein Körper die unterschiedlichen Belastungen nicht gewöhnt ist. Man könnte mich als schadenfroh bezeichnen, aber meinem Ego konnte momentan eigentlich nichts besseres passieren!
  3. Der Zeitfaktor. Unsere Jobs hab ich ja schon erwähnt, es gibt aber noch einen zweiten Grund für zu wenig gemeinsame Zeit. Berni`s Sport. Die vielen Trainingslager, die Rennen, die nicht immer vor unserer Haustüre statt finden und das harte Training an sich, das er für seine Erfolge ziemlich häufig absolvieren muß. Jetzt ist die Radsaison ja anscheinend endgültig vorbei (ich bin mir da noch nicht ganz sicher, denn meistens kommen dann doch noch das eine oder andere unwichtige Rennen dazu!), und wir könnten uns endlich auf unsere Partnerschaft konzentrieren. Heute saß ich dann vor dem PC, und las unsere E-Mails. Ich öffne den Posteingang, und was sticht mir als erstes ins Auge? Eine Anmeldung für die Eisschnellauf Master WM. Na super, dann weiß ich ja jetzt wo wir die Hälfte unserer Freizeit im Winter verbringen werden: im Eisstadion! Danke Hubert für den dezenten Hinweis, des Speedskating Saisonstartes!
Trotz all dieser Hindernisse werden wir das Bestmögliche versuchen, denn auch wenn wir bereits seit 15 Jahren unser Leben miteinander teilen, sind wir doch verliebt, wie am ersten Tag. Ich glaube auch diesmal wieder, dass das nicht viele Paare voneinander behaupten können.
Aber vielleicht liegt es nur daran, dass wenn wir die gesamte Zeit, die wir wirklich miteinander bisher verbracht haben, sicherlich keine drei Jahre überschreitet.
Ich freue mich rießig auf die nächsten Monate, und hoffe wir sind nächsten Frühling noch verheiratet!

Freitag, 9. Oktober 2009

Ziele

Immer öfter verlangt mein Geist nach Bewegung.
Immer öfter studiert mein Geist den Dienstplan, um körperliche Ertüchtigungen einzuteilen.
Immer öfter giert mein Geist nach neuen sportlichen Erfahrungen.
Manchmal aber, jault mein Schweinehund. Ich schreibe hier nicht über Kilowatt, obwohl sich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem zuerst genannten Tier nicht abstreiten lässt.


Meinen Schweinehund trage ich Zeit meines Lebens mit mir herum. Bis vor 2 Jahren, ist er völlig unbemerkt neben mir her getrottet. Er kannte keinerlei Gefahr, und konnte sich völlig entspannen. Nun hat er aber erstmals ein Geschirr angelegt bekommen und die passende Leine gab es obendrauf. Man kann sich vorstellen, dass ihm das nach 33 Jahren Freiheit nicht sonderlich geschmeckt hat. Dementsprechend bäumt er sich dagegen auf. Die Versuchung ihn gewähren zu lassen ist groß, so muß ich Wege finden ihn zu bändigen. Das beste Mittel um die Gegenwehr zu reduzieren, sind: ZIELE. Die setze ich nur ein, wenn mein kleiner Begleiter zu einem Monster mutiert. Sie müssen jederzeit griffbereit sein, denn oft genügt schon die falsche Radhose, oder zu viel Gegenverkehr am Weg zur Arzler Alm, oder ein meckernder Ehemann, oder einfach nur ein Pickel auf der Stirn um meinem Schweinehund eine Chance wittern zu lassen.
Jetzt habe ich mein einziges Ziel, welches ich mir heuer gesteckt habe erreicht. Ich war mit dem Bike am Patscherkofel.


Momentan hab ich mein Anhängsel gut unter Kontrolle, aber der nächste Pickel kommt bestimmt, und so muß ich mir eine eiserne Reserve an Zielen schaffen.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

7. Oktober 26°C


Ein Traum Wetter. Heiße 26°C. An einem Oktobertag. Ich muß Biken gehen. Leider habe ich noch Schmerzen im Handgelenk und muß deshalb Waldwege und Wurzelpassagen noch immer meiden. Also Richtung Arzler Alm. Oder besser gesagt, die A1 in den Innsbrucker Wäldern. Allerdings mit Baustellenbetrieb, einspuriger Fahrbahn und Gegenverkehr.
Ich frage mich ob es in Innsbruck nur Krankenschwestern, Pensionisten und Arbeitslose gibt? Wie lässt es sich sonst erklären, dass an einem Mittwoch Vormittag außerhalb der Urlaubszeit ein Verkehr herrscht wie am Südring um 17 Uhr?
Da werde ich von mindestens 30 Bikern überholt. Ebensoviele, rasen mit mindestens 50 Km/h bergab an mir vorbei! Ja kann sein, dass diese Tatsache an meinem Ego kratzt, aber ich wundere mich trotzdem, dass auf diesem Waldweg nicht mehr Unfälle passieren (abgesehen, von meinen eigenen, bei denen Gott sei Dank nie ein zweiter beteiligt war).
Die vielen Spaziergänger, möchte ich hier nur am Rande erwähnen, denn was mich wirklich nervt, sind die Autos.
Okay, zwischen der Arzler und der Höttinger Alm wird momentan geholzt. Dies erklärt die LKW`s die mich circa alle 10 Minuten überholt haben (bei dem Tempo das ich fahre, sind das viele). Aber PKW`s mit deutschem Kennzeichen? Warum zum Teufel fährt man in ein Land auf Urlaub, das landschaftlich zum Wandern einlädt, und fährt dann mit dem Auto einen relativ leicht begehbaren Forstweg zur Alm?
Ich liebe schönes Wetter! Aber desto mehr ich sportle, desto mehr genieße ich den Vorteil von Wolken, Regen und Kälte. Die Menschen bleiben zu Hause.
Letztes Jahr bin ich bei strömenden Regen zur Arzler Alm gelaufen . Das war bisher mein schönstes Lauferlebnis das ich in meiner (kurzen) Sportkarriere gemacht habe. Ich war 1,5 Stunden völlig alleine mit Kilowatt am Weg. Es war absolut still und ich konnte mich ausschließlich auf mich und meinen Körper konzentrieren und mich meinen Träumereien hingeben.
Wenn ich heute aus dem Fenster sehe, lächle ich in mich hinein, denn der Himmel ist von Wolken bedeckt. Im Radio wurde ab Sonntag eine Kaltfront gemeldet.
Seit gestern weiß ich: es gibt kein schlechtes Wetter mehr für mich, nur die falsche Ausrüstung! Somit werde ich nun wirklich das Rauchen aufgeben, damit ich mir diese auch leisten kann!!!

Und im nächsten Leben heirate ich den Arzler Alm Wirt. Der kocht spitze, und ist sicher Steinreich!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Wieder im richtigen Leben


Tja, nun arbeite ich seit 1. Oktober wieder und habe somit meinen 2 Monate langen Urlaub beendet. Ich hatte eine unglaublich schöne Zeit. Habe viel erlebt, und viel gesehen. Allerding habe ich bemerkt, dass ich ein wenig "Betriebsblind" geworden bin. Es ist nicht gut, wenn man sich zu lange Zeit nur mit sich selbst auseinander setzen muß!
Ich freue mich nun wieder meinem Job als Krankenschwester im Hospiz nachgehen zu dürfen! Momentan die schönste Arbeit, die ich mir vorstellen kann, da mir jeden Tag bewusst gemacht wird, wie begrenzt unser aller Zeit auf dieser Welt ist. Wieviele Menschen können das schon von ihrer Arbeit sagen?
Mit neuer Energie starte ich nun in den Rest meines Lebens, und war heute nach dem Nachtdienst auch schon ein paar Kilometer laufen.

Das Leben ist schön, man muß manchmal nur etwas genauer hinsehen!



 
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